Zitate von Naturwissenschaftlern

 

 

 

In der folgenden Sammlung von Zitaten kommen auch einige Nicht-Wissenschaftler zu Wort. Damit soll der Scheuklappenblick von Spezialisten erweitert und manche möglicherweise leicht  zynisch wirkende Vernünftelei abgemildert werden.

Eine bedeutende deutsche Autorin überträgt ihr Musikempfinden
in der Elbphilharmonie (>Die Arche< von Jörg Widmann) auf die kosmische Situation unseres Globus im Universum:

„Unsere Arche heißt Mutter Erde, unsere Arche ist unser winziger
Erdball, auf dem allein wir uns im unermesslichen Universum geborgen fühlen können.“
Ulla Hahn in: >Die Zeit< (Feuilleton vom 4.12.2017, Seite 46)
(Dabei wird die selbstgefährdende Rolle der Menschheit in der evolutiven Entwicklung außer Acht gelassen.)

Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung  derer, die die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt

Wenn die Dynamik des Universums von Anbeginn den Lauf der Gestirne lenkte, die Sonne zum Leuchten brachte und die Erde bildete; wenn dieselbe Dynamik die Kontinente, die Meere und
die Atmosphäre schuf; wenn sie das Leben in der ersten Zelle erweckte, eine zahllose Vielfalt lebender Wesen und am Ende
uns selbst hervorbrachte, dann ist dies ein Grund zu glauben, dass derselbe Prozess unser Selbstbewusstsein erweckt hat.

Thomas Berry

Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form
der Energie.

Hans-Peter Dürr

Die bisherigen Naturgesetze sind im Grunde falsch und,
welche Überraschung, wir müssen feststellen: Es gibt die
Materie im Grunde nicht mehr. Es gibt letzten Endes nur
noch eine Art Schwingung. Es gibt .. keine Elektronen,
es gibt keinen Atomkern, sie sind eigentlich nur Schwingungsformen.
Hans-Peter Dürr

Warum soll sich die Wirklichkeit darum kümmern,
ob sie 
durch unser Gehirn verstanden werden kann?
Werner Heisenberg

Nur die Vergänglichkeit ist von Dauer.
Heinrich Böll

Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald,
der wächst.

Indisches Sprichwort

Wenn ein Genie sich irrt, dann irrt es sich gründlich.
Josef Schmid (Physiklehrer)

Das Universum beginnt mehr einem großartigen
Gedanken als einer Maschine ähnlich zu werden
.
Sir James Jeans

Die Mehrheit der Physiker verzichtet einfach darauf,
sich mit der Bedeutung ihrer Quantenberechnungen
auseinander zu setzen. Sie lassen sich auch nicht
durch die Konsequenzen der quantenmechanischen
Grundexperimente beunruhigen. Die Wissenschaft hat
für sie nicht mit Wahrheit oder Sinn zu tun, sondern
mit Vorhersagen und Kontrolle: Sie ist ein Instrument.
Hier wird aus dem wissenschaftlichen Hochmut des
19. Jahrhunderts der Zynismus des 20. Jahrhundert.
Wir haben Macht, und das genügt uns; auf wirkliche
Erkenntnis können wir ganz verzichten.

Arthur Zajonc

Die Physik ist nicht deshalb mathematisch, weil wir so
viel über die physikalische Welt wissen, sondern weil wir
so wenig wissen: Wir können nur ihre mathematischen Eigenschaften entdecken.
Bertrand Russell

Die Wissenschaft kann die letzten Rätsel der Natur
nicht lösen. Und das ist so, weil wir letztlich selbst ein
Teil des Rätsels sind, das wir zu lösen versuchen.
● Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, stän-
digen Wandel, Lebendigkeit.Wir tun uns schwer, dies vor-
zustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das
Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten
es auch Geist nennen,
Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist.
Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und
besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingungen versetzt und sie zu winzigen Sonnen-
systemen des Atoms zusammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft an
sich gibt, müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten,
einen überpersönlichen, intelligenten Geist annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.
Max Planck

Es ist fast so, als ob das Universum gewusst hätte,
dass es uns eines Tages geben würde.
(Annahme einer kosmischen Evolution auf den Menschen hin.)
Freeman Dyson

Interview in Genf mit dem Atomphysiker und Referenten
am LHC:
Rolf Landua: „Was möchten Sie noch wissen?“
DIE ZEIT-Interview: „Wie sieht eigentlich ein Quark aus?“
Landua: „Keine Ahnung, ehrlich.“
(in: DIE ZEIT, Nr. 44 v. 22.10.2009: Interview „Ist Gott Mathematiker?“)

Google-
Collage >Einstein-Portraits<

Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht werden.
● Was wäre die Physik ohne die Gravitation?
● Mathematik ist nur eine Krücke des Geistes.
● Sobald Mathematik die Wirklichkeit beschreibt, ist sie falsch und wenn Mathematik richtig ist, beschreibt sie nicht die Wirklichkeit!
1917: Den Rest meines Lebens werde ich darüber nachdenken, was Licht ist!
● 1951: Fünfzig Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort „Was ist Licht?“ nicht näher gebracht. Natürlich bildet
sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort.
Doch da täuscht er sich.
● Die ART hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
● Jeder Idiot kann die kompliziertesten Dinge erfinden.
Die Dinge zu vereinfachen erfordert Genialität.
● Wenn ich in den Grübeleien eines langen Lebens etwas
gelernt habe, so ist dies, dass wir von einer tiefen Einsicht
in die elementaren Vorgänge viel weiter entfernt sind als
die meisten Zeitgenossen glauben.
(In einem Brief an seinen Physikerfreund Max von Laue.)

Albert Einstein (1879-1955)

Es gibt einen gemeinsamen Fleiß, einen gemeinsamen Atem. Alle Dinge stehen miteinander in sympathischer Verbindung. Hippokrates

Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.
Aus dem Tao Te King

Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst
macht, nachdem man sie gebraucht hätte.

Friedrich Nietzsche

Erst wenn du eine Meile in den Schuhen eines anderen
gelaufen bist, weißt du, was für ein Dummkopf er ist.
Ein Dakota-Häuptling

Cogito – ergo sum. René Descartes
Video –  ergo sum. Dieter Hildenbrandt

Unsere mathematisch-physikalischen Gesetze scheinen
nicht auszureichen, um alle komplexen Strukturen zu verstehen. Das haben natürlich auch die großen Denker und Forscher
der Wissenschaft erkannt. Ihnen wurde oft gegen Ende ihrer Forschungen klar, dass wir mit Mathematik und Experimenten
nur das Außen beschreiben können und dass die Physik keine klare Vorstellung davon hat, was Raum ist und was Bewusstsein und auch nicht, wo die Konstanten herkommen.
Quelle unbekannt

Die Naturkonstanten stehen für zweierlei: unser tiefstes Wissen über die Welt und unsere größte Ratlosigkeit … Ihre Werte
bleiben weiterhin ein tief verborgenes Geheimnis.
John Barrow

Kopernikus, nachdem es mit der Erklärung der Himmels-bewegung nicht gut fort wollte, wenn er annahm, das ganze Sternenheer drehe sich um den Zuschauer, versuchte, ob es
nicht besser gelingen könnte, wenn er den Zuschauer sich
drehen und dagegen die Sterne in Ruhe ließe.
Emanuel Kant

Zwei Dinge erfüllen mein Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht … der bestirnte
Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.

Emanuel Kant

Die Saat des Lebens gehört zum Kosmos. Es schlägt
überall Wurzeln, sobald die Bedingungen günstig sind.
Anaxagoras (480 vor Chr.)

Andererseits glaube ich mit Sicherheit sagen zu können,
dass niemand die Quantenmechanik versteht.
● Wir werden uns nicht mit der Frage beschäftigen, warum
sich die Natur so verhält, wie sie es tut. Es gibt keine brauch-
baren Theorien, die das Warum erklären könnten.
● Naturwissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit der Experten.
● Es ist nicht so, dass ein Teilchen dem Weg der kleinsten Wirkung folgt; es riecht vielmehr alle Wege in der Nach-
barschaft und wählt dann denjenigen mit der kleinsten
Wirkung aus.
Richard Paul Feynman (1918-1988)

Alles wirklich Große ist einfach.
J. W. von Goethe

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius
Null – und das nennen sie ihren Standpunkt.
Zugeschrieben Albert Einstein, David Hilbert, Leonh. Euler

Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
Hermann Hesse

Heute habe ich etwas getan, was ein Theoretiker nie tun
sollte: Ich habe nämlich etwas, was man nicht verstehen kann, durch etwas zu erklären versucht, was man nicht beobachten kann.
Linus Pauling

Wenn sich der ganze Kosmos ständig ausdehnt, warum
suche ich dann in Manhattan immer vergeblich nach einem Parkplatz?
Woody Allen

Klar ist, dass eine Theorie umso besser ist, je weniger
freie Parameter – willkürliche Zahlen – sie benötigt, um Naturphänomene zu beschreiben. … Und in der Teilchen-
physik ist die Situation erst recht verfahren. Über die Anzahl
der Parameter – jedenfalls mehr als 50 – hat man kaum noch
einen Überblick und die Zahl der unabhängigen Beobach-
tungen ist nirgendwo dokumentiert.
Bezeichnenderweise gab es in der Astronomie schon
einmal ein schlechtes System, das die Daten gut beschrieb –
das geozentrische Weltbild. Es … benötigte aber sehr viele
freie Parameter, also unerklärte Zahlen. Keplers und
Newtons Gesetze waren hier unvergleichlich sparsamer.
● … der Leitgedanke der Einfachheit von Naturgesetzen
scheint komplett verloren gegangen zu sein. Denn die Versuchung, mehr Genauigkeit erreichen zu wollen, als
die Messungen rechtfertigen, ist ziemlich groß.
● Wirklichen Fortschritt erreicht man nur, wenn eine
oder mehrere Naturkonstanten in Zusammenhang
und damit abgeschafft werden …

Alexander Unzicker

>Kosmische Imagination 3< / Gemälde in Acryl
von Winfried Seebauer, Architekt


Naturforscher (chronologisch)

Wolfgang Pauli     1900 – 1959
Louis de Broglie      1892 – 1960
Erich Schrödinger   1887 – 1961
Niels Bohr               1885 – 1962
Albert Einstein        1979 – 1955
Ernest Rutherford   1871 – 1937
Max Planck            1859 – 1947
Heinrich Hertz        1857 – 1894
Ludwig Boltzmann  1844 – 1906
James Maxwell      1831 – 1879
W. Thomson          1824 – 1907
H. von Helmholtz   1821 – 1894
J. Joule                 1818 – 1889
Michael Faraday   1791 – 1867
G. Ohm                 1787 – 1854
J. Fraunhofer        1787 – 1826
H.Chr. Oersted      1777 – 1851
A. Avogadro          1776 – 1856
Christ. CouIomb    1736 – 1806
L. Galvani              1737 – 1798
James Watt           1736 – 1819
J. D’Alembert        1717 – 1783
B. Franklin            1706 – 1790
O. Römer              1644 – 1710
Isaac Newton        1643 – 1727
Christ. Huygens    1629 – 1695
René Descartes    1596 – 1650
Johannes Kepler   1571 – 1630
Galileio Galilei       1564 – 1642
Nik. Kopernikus     1473 – 1543

 

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